Kokosblütenzucker – eine gesunde Zucker-Alternative?

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Jeder weiß, wie ungesund Zucker ist und trotzdem isst man viel zu viel davon. Da man theoretisch aber den Tageswert von 25 Gramm Zucker (5-6 gestrichene Teelöffel) pro Tag nicht überschreiten sollte, greift man zu Ersatzstoffen, wie Stevia, Agavensirup oder Kokosblütenzucker (beziehungsweise Kokoszucker). Letzterer soll zu den gesündesten Zucker-Alternativen zählen. Das steckt dahinter.

 Kokosblütenzucker ist vitaminreich.

In Kokosblütenzucker stecken – da er nicht raffiniert wird – viele Vitamine und Mineralien. Darunter: Magnesium, Eisen, Zink und natürliche Antioxidantien.

Kokoszucker hat einen niedrigen glykämischen Index.

Laut verschiedenen Herstellern liegt der glykämische Index von Kokosblütenzucker im Gegensatz zu Haushaltszucker (56-75) bei nur 35. Das bedeutet: Der Blutzuckerspiegel steigt beim Verzehr nur leicht an, Insulin wird nur langsam ausgeschüttet, deshalb sinkt der Blutzuckerspiegel auch nicht wieder rapide ab (wie es bei hoch-glykämischen Lebenmitteln der Fall ist). Und das alles beugt Heißhunger vor. Zudem würde sich beim Konsum hoch-glykämischer Lebensmittel laut mehrerer Studien das Risiko für Krebs- und Gallenblasenerkrankungen erhöhen.

Ein Vergleich mit anderen Zucker-Alternativen: Agavendicksaft hat einen glykämischen Index von 42, Honig von 55.

Noch fehlen über den glykämischen Index in Kokosblütenzucker allerdings repräsentative Studien.

Ist Kokosblütenzucker also gesund?

Mit einem Kaloriengehalt von 384 Kalorien pro 100 g enthält er im Grunde genommen genauso viele Kalorien wie raffinierter Zucker. Als gesund kann man die Alternative also nicht gerade bezeichnen.

Wie wird Kokosblütenzucker eigentlich gewonnen?

Mit einem Kilopreis von 20 bis 40 Euro ist dieser Zucker-Ersatz ein Luxusprodukt. Verständlich, denn er wird aus Kokospalmenblüten in aufwendiger Handarbeit hergestellt. Die Kokosblüten werden angeschnitten und der Saft aufgefangen. Anschließend wird der Saft gesiebt und über offenem Feuer unter ständigem Rühren zu Sirup eingekocht, bis er kristallisiert. Abschließend wird die ausgekühlte Masse noch gemahlen.

Die Herstellung von Kokoszucker ist nachhaltig und umweltfreundlich.

Bio-Kokosblütenzucker stammt aus Asien, meist von den Inseln des indischen Ozeans, Indonesien, Thailand oder den Philippinen. Dort kann ein Farmer ein Leben lang von der gleichen Kokospalme abernten, es müssen weder Pflanzen gefällt, noch neue angepflanzt werden. Und Kokosnuss-Saison ist sozusagen das ganze Jahr. Künstliche Dünger und Pestizide werden beim Anbau von Kokospalmen in der Regel nicht verwendet, da es sich die Kleinbauern nicht leisten können. Stattdessen düngen sie mit Kokosnuss-Schalen und Palmwedeln.

Das einzig Kritische ist, dass die Importwege von den tropischen Ländern weit und lang sind.

So verwendest du die Zucker-Alternative

Kokosblütenzucker schmeckt – anders als es der Name vermuten lässt – nicht nach Kokos, sondern nach Karamell. Die feinen Zuckerkristalle zergehen wegen des niedrigen Schmelzpunkts direkt auf der Zunge. Er kann genauso wie raffinierter Zucker verwendet werden – als Süßungsmittel im Tee, als Verfeinerung von Kuchen (denn zum Backen wird es zu teuer) und für Desserts. Er harmoniert aber auch dank des leicht karamelligen Aromas mit asiatischen Gerichten wie beispielsweise Currys, Asia-Salaten und Suppen.

Wo kaufe ich Kokoszucker?

Achte beim Kauf von Kokosblütenzucker auf seine Reinheit. Manche Produkte werden nämlich mit Palmzucker oder Rohrzucker gestreckt. Das macht sich oftmals auch im Preis bemerkbar, sie sind viel billiger.

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